Die AnwohnerInnen der Bushaltestelle im Sternheimweg in Badenstedt West haben in der Vergangenheit immer wieder ihren Unmut über die schlechte Taktung der Linie 580, aber auch fehlende Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter geäußert. So gab es in der Vergangenheit bereits Unterschriftenaktionen, zuletzt wurde die Problematik in der Ausgabe des Stadtanzeigers vom 17.12.2009 thematisiert. Von einer mangelnden Auslastung der Linie kann aufgrund der in den Stoßzeiten häufig völlig überfüllten Busse kaum die Rede sein.
Ich frage deshalb die Verwaltung:
Antwort
Die Anfrage wurde zuständigkeitshalber an die Region Hannover, die Aufgabenträger für das ÖPNV-Angebot in der Region ist, weitergeleitet.
Die Region Hannover nimmt zu der Anfrage wie Folgt Stellung:
Zu 1.:
Bis zum letzten Fahrplanwechsel verkehrte die Linie 580 zwischen Northen, Lenthe und Hannover-Badenstedt. Die Besetzung der Linie lag bisher deutlich unter dem Durchschnitt aller Linien im Großraum – Verkehr Hannover. Eine hohe Nachfrage gab es lediglich zwischen 7 und 8 Uhr. Auf Angebotsverbesserungen wurde daher bisher verzichtet. Die gültigen Mindestbedienungsstandards im Nahverkehrsplan 2008 sind durch das Angebot erfüllt. Seit dem letzten Fahrplanwechsel verkehrt die Linie 580 stündlich über Northen hinaus bis Wennigsen.
Ergänzt wird dieses Angebot durch zusätzliche Kurzfahrten zwischen Soltekamp und Northen, so dass wie bisher in der Hauptverkehrszeit ein halbstündliches Angebot für Badenstedt-West besteht. Diese Verdichtung wurde zusätzlich auf den Zeitraum zwischen 13 und 14 Uhr ausgedehnt. Ein Großteil der Fahrgastnachfrage der „neuen“ Linie 580 außerhalb des Schülerverkehrs liegt im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover. Auf diesen Linienabschnitt könnte eine Angebotsverbesserung zu bestimmten Zeiten aus verkehrsplanerischer Sicht sinnvoll sein. Unter Beachtung der Finanzlage der Region Hannover wird dafür jedoch z. Zt. keine Möglichkeiten gesehen.
Zu 2.:
Die Region Hannover ist Aufgabenträger für den ÖPNV und verfolgt im Busverkehr das Ziel, eine flächendeckende Ausstattung der Bushaltestellen mit angestrebten Standards zu erreichen. Die Haltestellenanlagen und deren Ausstattungselemente sind in der Regel im Eigentum der Städte und Gemeinden bzw. der Straßenbaulastträger, die wiederum auch für die Unterhaltung, Reinigung und Verkehrssicherungspflicht zuständig sind. Eine Ausnahme bildet die Landeshauptstadt Hannover. Auf Grundlage eines Flächennutzungsvertrages für Infrastrukturanlagen des Omnibusverkehrs zwischen der Landeshauptstadt Hannover und dem Verkehrsunternehmen üstra, der die Nutzung, Ausstattung und Unterhaltung der mit üstra - Bussen angefahrenen Bushaltestellen regelt, erfolgt hier die Ausstattungsverbesserung der Haltestellen mit Wartehallen über einen Vertrag zwischen der üstra und einem Werbeträgerunternehmen (X-City Marketing). Die Haltestelle „Sternheimweg“ wird allerdings nicht von der üstra bedient, sondern ausschließlich von dem Verkehrsunternehmen RegioBus. Somit ist hier keine gebündelte Zuständigkeit für Investition und Unterhaltung gegeben. Seitens der Region Hannover wird aufgrund der hohen Einsteigerzahlen in Fahrtrichtung stadteinwärts (Richtung Soltekamp) der Bedarf einer Wartehalle gesehen und die Möglichkeit der Umsetzung geprüft.