13. August 2009 Siegfried Seidel

Messung von Luftschadstoffbelastungen

Der Bezirksrat möge beschließen:

Für die Dauer von mindestens 12 Monaten wird in den Stadtteilen Ahlem, Badenstedt und Davenstedt je eine Messanlage für die Ermittlung und Analyse der Luftschadstoffbelastungen nach den EU Rahmenrichtlinien und der TA-Luft 2002 aufgestellt.

Die ermittelten Werte der Luftqualität sollen – bei bewiesen überdurchschnittlich guter Luftqualität — dazu dienen, den Stadtbezirk als Zone mit bester Luft für Wohn- und Lebensqualität auszuweisen.

Begründung:

Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt die das Ziel, den Wohnstandort Hannover für die Einwohnerinnen und Einwohner attraktiv zu halten, bzw. attraktiver zu machen. Hierzu werden konkrete Projekte zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualitäten durchgeführt. Aktuell soll die Kampagne “Hannover heißt Zuhause” das “Wir-Gefühl” unter den Menschen in den Stadtteilen unterstützen. Die Erkenntnis, in einem bevorzugt luftsauberen Stadtteil zu wohnen, wird sich identitätsstiftend auswirken. Eine ausgewiesen gut Luftqualität kann positive Auswirkungen sowohl auf den Zuzug als auch auf verbesserte Strukturen haben: Wohnraum und Ansiedlung, Geschäfts- und Dienstleistungsstrukturen.

Die Annahme, dass es sich im Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt um besonders gute hohe Lufqualität handelt wird gestützt durch die geografische Lage, die Verkehrsströme und die meteorologischen Daten der Verteilung der Luftschadstoffbelastung in der Stadt Hannover, nachzulesen im Materialband für Maßnahmenpläne nach der EU-Richtlinie zur Luftqualität; dort Abb.4.
 
Präventiv sollen die Messungen im Rahmen des Luftreinhalte-Aktionsplan für Hannover dazu dienen, die festgestellte Luft-Qualität im Stadtbezirk vor späteren negativen Einflüssen zu bewahren.