16. Mai 2008 Petra Beimes

LINKE im Bezirksrat Mitte fordert mehr Toleranz

Der Innenstadtbereich soll allen Menschen, die in der Landeshauptstadt wohnen oder sie besuchen möchten, gleichermaßen zur Verfügung stehen. Unabhängig von Haarfarbe, Musikvorlieben und Freizeitverhalten soll jeder die Möglichkeit haben, den städtischen Raum zu nutzen. Diese Einstellung vertritt DIE LINKE im Bezirk Mitte nicht nur in Bezug auf die neuerdings lauter werdenden Forderungen nach der Vertreibung von Punks und Jugendlichen, die sich im Innenstadtbereich treffen.

Nach Auffassung der LINKEN ist die Absicht einiger Einzelhändler und AnwohnerInnen, den Innenstadtbereich lediglich für angepasste, finanziell gut ausgestattete Kunden zu reservieren, vor allem kleinbürgerlich und intolerant. „Weder der Anblick von feiernden Jugendlichen noch von schnorrenden Punks beinträchtigen das Stadtbild“, so Petra Beimes, Bezirksratsfrau der LINKEN in Mitte. „Ich halte es für unverantwortlich, wenn hier Geschäftsleute versuchen, ihr Geschäftsimage auf Kosten von Grundfreiheiten durchzusetzen. Abweichendes Verhalten oder Aussehen zu tolerieren, so lange es im Rahmen unserer Rechtsordnung bleibt, ist eine Lehre, von der ich annahm, dass wir sie schon lange begriffen haben sollten“, so die Kommunalpolitikerin.