DIE LINKE im Stadtbezirk Mitte lehnt eine Bebauung des Andreas-Hermes-Platzes wegen der negativen Auswirkungen für die Oststadt ab. Bezirksratsfrau Petra Beimes wird deshalb der vorliegenden Änderung des Bebauungsplanes nicht zustimmen. Der Plan sieht einen Neubau von Verwaltungs- und Bürogebäuden vor, in den ursprünglich auch die Volkshochschule einziehen sollte, die jedoch nach den Äußerungen des Oberbürgermeisters vom Wochenende an ihrem alten Standort verbleiben wird.
Die vorgesehene Bebauung mit bis zu zehn Geschossen wird den Blick auf die Lister Meile und den Pavillon verstellen. Damit ist für ortsfremde BesucherInnen nicht erkennbar, welche Einkaufs- und Kultur-Qualitäten der Stadtteil bietet. Weißekreuzplatz, Lister Meile und vor allem die ansässigen Einzelhändler werden so räumlich von der übrigen Innenstadt abgetrennt. Gleichzeitig geht mit der Bebauung der derzeit einzige barrierefreie Zugang zum Raschplatz auf dieser Seite verloren.
„Für mich ist vollkommen unverständlich, weshalb die zahlreichen Vorschläge zur Neugestaltung des Platzes von Seiten der AnwohnerInnen aber auch aus dem Bezirksrat nicht berücksichtigt wurden", so Bezirksratsfrau Beimes. „Die vorgelegte Planung geht vollkommen an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger vorbei." Der Platz dient derzeit im Sommer auch als Veranstaltungsfläche für Kulturveranstaltungen wie beispielsweise das Masala-Festival.