Antrag, zu beschließen:
Begründung:
Der Gebäudekomplex Rathaus Linden hat ohne Frage einen sehr hohen Sanierungsbedarf. Investitionen in diese Gebäude sind auch aus Sicht der LINKEN unumgänglich. Auch die Einrichtung eines Selbstlernzentrums und eine Verbesserung der Raumsituation der Stadtteilbibliothek im Rathaus Linden sind grundsätzlich zu begrüßen.
Leider ist diese Maßnahme jedoch durch den Beschluss zur Zusammenlegung der Stadtteilbibliotheken (Ds. Nr. 1840/2008) eng mit der Schließung der Stadtteilbibliothek im Freizeitheim Linden verknüpft. Die notwendige Sanierung des Rathauses Linden darf jedoch nicht zu einer Verschlechterung des Bildungsangebotes im führen. Gerade für BibliotheksnutzerInnen aus den Stadtteilen Ahlem, deren Stadtteilbibliothek bereits vor einigen Jahren der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fiel und die Stadtteile Linden-Nord und Limmer werden durch die Zusammenlegung der Stadtteilbibliotheken eine erhebliche Verschlechterung erfahren, da die ÖPNV-Anbindung aus diesen Bereichen, die bislang zum Nutzerkreis der Stadtteilbibliothek im Freizeitheim Linden gehörten, unzureichend ist. Diese Angebotsverschlechterung wird mittelfristig zu einem Rückgang bei den NutzerInnenzahlen führen. Auch ist die in Hannover angestrebte Einrichtung weniger, zentraler Großbibliotheken in Zeiten von Bibliotheksverbünden und Onlinebibliothekssystemen längst nicht mehr zeitgemäß.
Nicht zuletzt geht die Zusammenlegung der Stadtteilbibliotheken vollkommen am Interesse der BürgerInnen vorbei, wie die mittlerweile 25.000 Unterschriften gegen die Schließung der Stadtteilbibliothek im FZH Linden deutlich aufzeigen.