20. Dezember 2011 Michael Fleischmann

Höhere Eintrittspreise im Kommunalen Kino / Abzocke bei Arbeitslosen ist unsozial und finanziell unsinnig

DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt kritisiert scharf die Pläne der Stadt, für Arbeitslose, Studenten und Schüler die Eintrittspreise im Kommunalen Kino um 25 Prozent anzuheben, als unsozial und wirtschaftlich unsinnig. Die Eintrittspreise sollen für diese Besuchergruppen von bisher vier auf dann fünf Euro steigen.

„Wenn Menschen mit sehr wenig Geld von heute auf morgen 25 Prozent mehr Eintrittsgeld berappen sollen, werden sie deutlich weniger ins Kino gehen“, prophezeit Gunda Pollok-Jabbi, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Wer kaum Geld im Portemonnaie hat, überlegt es sich bei einer drastischen Preissteigerung dreimal, ob er das Angebot noch wahrnimmt. Die wirtschaftliche Rechnung der Stadt wird nicht aufgehen.“

Die Stadt spekuliert auf 10.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr und will dafür auch den Preis für die Erwachsenenkarte für die übrigen Besucherinnen und Besucher von bisher sechs Euro auf 6,50 Euro erhöhen. Der Preisanstieg ist Teil eines neuen Sparprogramms, das Geld in die leere Stadtkasse bringen soll. Anstatt Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen anzuheben und Service zu kürzen, solle die Stadt lieber die Gewerbesteuer maßvoll anheben, fordert Pollok-Jabbi. „Das tut gut verdienenden Unternehmen nicht weh.“