Das unter allen Großstädten bundesweit höchste Armutsrisiko in Hannover zeigt nach Auffassung der Linksfraktion, wie wichtig die linke soziale Opposition im Rat ist. Fraktionschef Oliver Förste erinnert in diesem Zusammenhang an den deutlich ausgeweiteten Hannover-Aktiv-Pass, den DIE LINKE fordert: „Dieser Pass ist nun überfällig.“ Laut Statistik muss ein Fünftel der Hannoveranerinnen und Hannoveraner mit weniger als 826 Euro im Monat auskommen. Dieser Betrag entspricht weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung. Vom ausgeweiteten Hannover-Aktiv-Pass, wie ihn die Linksfraktion fordert, würden auch die Geringverdiener profitieren, die bisher leer ausgehen.
Im Antrag der Linksfraktion, den erst vor kurzem alle anderen Parteien im Rat abgelehnt haben, wird auch ein kostenloses Mittagessen in Kitas und Schulen für Kinder von Leistungsempfängern gefordert. „Das ist mit Sicherheit besser als die Kindertafeln“, betont Förste. Außerdem müsse es dringend Sozialtarife für Strom und Gas der Stadtwerke geben. „Bisher sind viele Hannoveraner mit Strom- und Gassperren konfrontiert. Das heißt ganz konkret, dass die Betroffenen vor allem im Winter in dunklen und kalten Wohnungen ausharren müssen.“ Für die Linksfraktion ist das ein unhaltbarer Zustand. Förste fordert deshalb alle anderen Fraktion im Rat auf, sich noch einmal ernsthaft mit dem linken Antrag zum ausgeweiteten Aktivpass zu befassen.