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21. Juli 2010 Daniel Josten

DIE LINKE sieht Handlungsbedarf bei Einbürgerungen

Einbürgerungen müssen erleichtert werden

Die rückläufige Zahl der Einbürgerungen in der Landeshauptstadt Hannover muss nach Ansicht der LINKEN Ratsfraktion dringend kritisch hinterfragt werden. „Es ist schon sehr auffällig, dass die Stadt Hannover hier vollkommen gegenläufig zum bundesweiten Trend liegt“, so Michael Höntsch, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Landeshauptstadt. „Insbesondere die geringe Zahl von Einbürgerungen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern türkischer Herkunft muss überprüft werden. Gerade aus der türkischen Gemeinde in Hannover hat es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden über schleppende und langwierige Einbürgerungsverfahren gegeben. Die Einbürgerung ist und bleibt ein wichtiger Baustein zur Integration der Migrantinnen und Migranten in Hannover.“

DIE LINKE Ratsfraktion unterstützt die Initiative der Bundestagsfraktion der LINKEN, Einbürgerungen umfassend zu erleichtern. „Auch die diskriminierenden und ganz offensichtlich sinnfreien Einbürgerungstest müssen als Hürde zur Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit abgeschafft werden“, so Höntsch. „Das Argument, der Test schrecke niemand von einem Einbürgerungsantrag ab, lässt sich zumindest kaum durch Statistiken untermauern, schließlich werden diejenigen, die aus Angst vor dem Test erst gar keinen Antrag auf Einbürgerung stellen, in der offiziellen Statistik gar nicht erfasst.“