Die Rückgabe der VIP-Messekarten für die Mitglieder der Rats- und Regionsversammlung durch die Fraktionen der LINKEN hat im Jahr 2010 dazu geführt, dass die Regionsversammlung eigens einen Beschluss dazu gefasst hat. Danach wird jetzt aufgelistet, was die gewählten Abgeordneten annehmen dürfen, ohne dass ihnen persönliche Vorteilsnahme vorgeworfen werden kann. Dazu gehört auch die VIP-Messekarte.
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Rat, Oliver Förste, sieht die Annahme der VIP-Messekarten dennoch „mit dem Geruch der Vorteilsnahme“ behaftet“. Um die Kontrollfunktion der Stadt als Anteilseigner der Messe auszuüben, wäre es völlig ausreichend, wenn die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses normale Eintrittskarten zu den Fachmessen erhalten. VIP-Karten für alle Ratsmitglieder seien dagegen zumindest eine „unnötige Bauchpinselei“. Seine Fraktion werde die VIP-Messekarten deshalb an die Deutsche Messe AG zurückschicken. Stefan Müller, Fraktionsvorsitzender in der Regionsversammlung schließt sich an: „Wenn Fraktionsmitglieder aus fachlichem Interesse zur Messe gehen oder um ihrer Kontrollfunktion gegenüber der Messe AG nachzukommen ist das völlig in Ordnung. Dazu benötigen wir aber keine VIP-Karte, denn damit bekommt der Messebesuch den Anschein einer Sightseeing-Tour“.