25. November 2011

Gunda Pollok-Jabbi: Flagge für freies und selbstbestimmtes Leben von Frauen zeigen

Die Ratsfraktion hat mit ihrer Teilnahme an der weltweiten Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ an den Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November erinnert. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes rief diese Aktion ins Leben. „Wir setzen damit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und gedenken aller Frauen, die Opfer von Gewalt und Misshandlung wurden“, betont Gunda Pollok-Jabbi, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Wir erinnern etwa an die drei mutigen Schwestern Mirabel, die der militärische Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Verfolgung und Folter an diesem Tag im Jahr 1960 ermordet hatte.“ Seit zwölf Jahren ist der 25. November als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten Nationen anerkannt.

Jede dritte Frau in der Welt und jede vierte in Europa ist Gewalt ausgesetzt. Im Krieg werden Frauen geschlagen und vergewaltigt, in Friedenszeiten erleben sie die Hölle im eigenen Heim. Gewalt an Frauen geht in den meisten Fällen vom Partner oder von Personen aus dem Umfeld der Familie aus und kommt in allen sozialen Gruppen und Gesellschaftsschichten vor. Zu leiden haben dabei nicht nur die Frauen. Auch die Kinder sind betroffen, die in ihrer Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt werden.

Die Gewalt hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Arbeitswelt. Britische Wissenschaftler/innen beziffern den volkswirtschaftlichen Schaden allein in Großbritannien auf 33 Milliarden Euro pro Jahr. Das dürfte hierzulande nicht deutlich anders sein. Gefordert ist deshalb, vor allem durch Prävention frühzeitig Gewalt gegen Frauen vorzubeugen. Viele Organisationen und Verbände leisten dabei in unserer Stadt wichtige gesellschaftliche Arbeit, die leider vielfach immer noch nicht hinreichend gewürdigt wird. Nehmen wir diesen Gedenktag zum Anlass, ihnen zu danken.