Eine kurze Geschichte des Klagesmarktes

19. Jahrhundert: Schützenplatz und Viehmarkt
Schon im Mittelalter existierte als Vorläufer des Klagesmarktes eine Freifläche des Hospitals St. Nikolai vor dem Steintor. Zwischen 1573 und 1575 bekam Hannover einen eigenen Schützenhof, vor dem Steintor, am Klagesmarkt
1918 - 1933: Revolution und Kundgebungsplatz
Am 07.11.1918 wurde gegen Mittag der „Vorläufige Arbeiter- und Soldatenrat“ proklamiert, dem neben vier Soldaten die SPD-Reichstagsabgeordneten Brey, Fischer und Rauch, sowie das Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Leinert (SPD) angehörten.
1933 - 1945: Widerstand und brauner Aufmarschplatz
Am 31.01.1933, einen Tag nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, fand auf dem Klagesmarkt die letzte KPD-Kundgebung statt. An der anschließenden Demonstration beteiligten sich 3.000 HannoveranerInnen.
Ab 1945: Markt- und Kundgebungsplatz
Am 16.09.1945 eröffnete als erster Nachkriegsmarkt der Septembermarkt auf dem Klagesmarkt. Am 01.04.1947 kam es am frühen Nachmittag zu einer ersten Großkundgebung der SPD unter dem Motto „Wir fordern Brot“ im Anschluss an Arbeitsniederlegungen

Recherche:

Mandy Hesse

Literatur:

Hauptmeyer, Carl-Hans: Das Schützenfest in Hannover im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Schmid, Hans-Dieter (Hg.): Feste und Feiern in Hannover. Hannoversche Schriften zur Regional- und Lokalgeschichte. Bd 10 1995- S- 21 – 32.

Mlynek, Klaus/ Röhrbein, Waldemar R. (Hg.): Hannover Chronik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zahlen/ Daten/ Fakten. Hannover 1991.

Mlynek, Klaus/ Röhrbein, Waldemar R. (Hg.): Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Hannover 2009.

Mlynek, Klaus/ Röhrbein, Waldemar R. (Hg.): Geschichte der Stadt Hannover. Bd. 1 und Bd. 2. Hannover 1994.

AG Stadtleben e. V. (Hg.) Ungebautes Hannover. Städtebauliche Projekte, Ideen und Utopien. Hannover 1991.