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Aufruf der Linksfraktionen für den Ausbau der Kapazitäten von Schutzausrüstungen!

Die Fraktionen DIE LINKE Hannover fordern den Ausbau der Kapazitäten von Schutzausrüstungen

Ein gemeinsamer Aufruf der Fraktionsvorsitzenden der LINKEN in Stadt und Region Hannover:

Fachwissen bündeln und Kapazitäten zur Produktion von Schutzausrüstungen aufbauen ist das Gebot der Stunde.  In diesen Zeiten der Coronavirus-Pandemie wird allerorten zu Recht Solidarität eingefordert, damit wir gemeinsam diese Krise gut überstehen können.

Wie übereinstimmend berichtet wird, gibt es in der derzeitigen Gesundheitskrise eine immense Knappheit an Schutzkleidung und insbesondere an nach medizinischen Gesichtspunkten zertifizierten Atemschutzmasken.

Auf diese sind die Beschäftigten der Krankenhäuser und in der Pflege aber zwingend angewiesen!

Doch sind auch die Preise für noch verfügbare Bestände inzwischen ins Undenkbare gestiegen - der von Neoliberalen gern beschworene Markt regelt es nämlich gerade nur in diese Richtung. Wie eine Untersuchung des WDR, des NDR und der Süddeutschen Zeitung ergab, ist beispielsweise der Preis für eine Atemschutzmaske der Sicherheitsstufe FFP2, der bis Mitte Februar noch bei nur 45 Cent pro Stück lag, zeitweilig auf bis zu 13,52 Euro gestiegen!
Zu diesen Zuständen stellt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fest: "Hier muss tatsächlich der Staat einspringen. Das ist nichts, was der Markt auch nur im Ansatz lösen könnte." Da hat er Recht!

Doch der Staat, das ist nicht nur die Bundes- oder Landesregierung, sondern das sind auch wir in der Stadt und der Region Hannover.

Daher wollen wir, dass hannoverimpuls, die gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Landeshauptstadt und Region Hannover die Initiative ergreift und die Schaffung von Produktionskapazitäten für die gerade dringend benötigte Schutzkleidung, insbesondere auch für medizinische Atemschutzmasken koordiniert.

Hierzu soll schnellstmöglich der Kontakt zu großen und mittelständigen Unternehmen sowie allen Einzelpersonen, die ggf. etwas zur Verbesserung der Lage beitragen können, gesucht werden.

In Hannover sowie der Region sind Wissen und Produktionsstätten genug vorhanden, um in einer solchen Lage helfen zu können.
Die Frage ist: Wie können vorhandene Produktionsmittel schnellstmöglich auf den veränderten Produktbedarf angepasst werden?

Wichtig ist, dass mit einem solchen Projekt schnellstmöglich begonnen wird.
Die Laatzener Firma CG Chemikalien leistet beispielsweise bereits jetzt Dank eines Direktvertrages mit der Region Hannover einen immens wichtigen Beitrag zur Belieferung unserer Kliniken in der Region Hannover mit Desinfektionsmitteln.

So etwas muss auch für den Bereich der Schutzausrüstungen angestrebt werden.
Auch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium und dem Krisenstab der Landesregierung sollte das Gespräch gesucht werden.

Nicht zuletzt wegen der Frage, was beispielsweise die Volkswagen AG, an der das Land nicht unerheblich beteiligt ist, hier beitragen kann.

Wenn jetzt alle notwendigen Ressourcen und das nötige Fachwissen zusammenkommen, können wir hier in Region und Stadt Hannover einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.

Daran müssen wir arbeiten!

Dirk Machentanz, Fraktionsvorsitzender, DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt Hannover
Jessica Kaußen, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE in der Regionsversammlung Hannover

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