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DIE LINKE vor Ort: Neubaupläne des Béi Chéz Heinz müssen unterstützt werden

Die LINKSFRAKTION im Rat der Stadt Hannover begrüßt die Pläne für einen Neubau des Béi Chéz Heinz auf dem Gelände des Fössebades. Bei einem Besuch vor Ort informierten sich Mandatsträger*innen der LINKEN am Montag über die Schwierigkeiten, die Bestands-Kellerräume dauerhaft weiter für das Béi Chéz Heinz zu nutzen, den möglichen Standort für einen Neubau auf dem Fössebadgelände und erste Gedanken zur Finanzierung eines Neubauvorhabens.

Die Bausubstanz der Kellerräume des Béi Chéz Heinz ist gut genug, um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen, bis ein neuer Standort eingerichtet ist – um den Club jedoch für kommende Jahrzehnte zukunftsfest zu machen ist ein Neubau letztlich einfacher und auch günstiger zu realisieren als ein aufwendiger Umbau mit Sanierung, der in den Kellerräumen fällig würde, sobald die alte Fössebadhalle abgerissen wird. Das Gelände des Fössebades ist insgesamt jedoch so groß, dass auch bei der jetzt erfreulicherweise in Aussicht stehenden Errichtung eines neuen Freibadbereiches genug Platz für einen Neubau auch des Béi Chéz Heinz bleibt, zumal der derzeitige Standortbereich dann ja auch wieder dem Freibadgelände zu Gute kommen würde.

Die Mandatsträger*innen der LINKEN ließen sich vom Geschäftsführer des BCH, Jürgen Grambeck auch den möglichen Standort für einen Neubau, in einer Ecke des Geländes zwischen Liepmannstraße und Fösseweg (in der Nähe des alten Eingangsbereiches des Freibads) zeigen und fanden ihn überzeugend.

Das Béi Chéz Heinz beweise mit den Neubauplänen einmal mehr Ideenreichtum und den Willen, selbst anzupacken, zeigte sich Inga Schmalz (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Stadtbezirksrat Linden-Limmer) erfreut. Sie erinnerte auch daran, dass der einzigartige Club seit seiner Gründung 1996 ohne jegliche finanzielle Förderung seitens der Stadt funktioniert habe und trotzdem faire Preise geboten hat. „Ein solches Engagement muss gefördert und nicht behindert werden!“ forderte Schmalz die Ratspolitik auf.

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat der Stadt Hannover, Dirk Machentanz, kündigte an, das Thema ‚Erhalt des Béi Chéz Heinz‘ auch wieder in den Ratsgremien zu thematisieren und hielt fest: „Eine Europäische Kulturhauptstadt in der ‚UNESCO City of Music‘ Hannover im Jahr 2025 ohne den bundesweit bekannten Musikkultur-Club Béi Chéz Heinz ist eigentlich undenkbar und wäre schlicht eine Schande für Hannover!“

Fares Rahabi (Fraktion DIE LINKE im Stadtbezirksrat Hannover-Nord) fand es befremdlich, dass die Stadt Hannover bislang scheinbar wenig für den Erhalt des Musik- und Kulturclubs tue. Das Béi Chéz Heinz sei in der Liepmannstraße fest etabliert und das Fössebadgelände groß genug für einen Neubau ohne Nutzungseinschränkungen für den Schwimmbereich. „Für einen Besuch im einzigartigen Béi Chéz Heinz fährt man auch als Nordstädter gern mal nachts ‚über den Fluss‘ nach Linden-Limmer. Das sollte auch so bleiben!“

Abschließend hielt Machentanz nochmals fest: „Für uns als LINKE ist klar: Das Béi Chéz Heinz kann, muss und wird bleiben!“