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Medieninformation: Stadt baut zu wenig bezahlbare Wohnungen – Für sozial schwache Bürgerinnen und Bürger wird das Wohnen immer unbezahlbarer

Laut den Zahlen des Pestel-Institutes von 2017 fehlen in Hannover bis zu 12.000 Wohnungen. Es fehlen vor allen Dingen Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis zwischen vier und sechs Euro. In Hannover fehlen außerdem 3,5 bis 4 Prozent des Bestandes an Sozialwohnungen, da anteilig zu viele von diesen bezahlbaren Unterkünften nach 20 Jahren aus der Sozialbindung herausfallen.

Dazu der baupolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat der Landeshauptstadt Hannover Dirk Machentanz: „Die Stadtverwaltung ist der Meinung, dass 1000 neue Wohnungen pro Jahr im Stadtgebiet Hannover ausreichen, um den Bedarf zu decken, in Wirklichkeit müssten 3000 Wohnungen pro Jahr in der Landeshauptstadt Hannover neu gebaut werden, um den steigenden Bedarf an bezahlbaren Wohnungen, insbesondere für Personen im Niedriglohnbereich und aus dem Transferleistungsbereich zu decken.“

Laut einer Studie zum Thema Wohnen der Hans-Böckler-Stiftung fehlen bundesweit etwa zwei Millionen bezahlbare Wohnungen. Laut dieser Studie fehlen in Hannover sogar bis zu 49.000 Wohnungen im unteren Preissegment. Hannover liegt damit in diesem Mangelranking auf Platz sechs hinter Berlin, Hamburg, Köln, München und Bremen. Laut den Ausführungen der Hans-Böckler-Stiftung befinden sich unter den circa zwei Millionen bundesweit fehlenden Wohnungen allein 1,4 Millionen fehlende Single-Wohnungen unter 45 Quadratmetern, die somit den Hauptfaktor in der Mängelliste darstellen.

„Die Stadtverwaltung will einfach nichts vom realen Ausmaß des Wohnungsmangels in Hannover wissen und verschließt davor die Augen. Schon lange ist bekannt, dass insbesondere bezahlbare Wohnungen für Singlehaushalte in Hannover fehlen. Wenn nur ein Drittel vom Bedarf an benötigtem Wohnraum in Hannover jährlich gebaut wird, werden sich die Probleme auf dem Wohnungsmarkt eklatant erhöhen“, so Machentanz (DIE LINKE), und weiter: „Aufgrund der ungenügenden Bautätigkeit in der Stadt werden die Bedarfszahlen an benötigtem öffentlich geförderten Wohnraum exorbitant in die Höhe schnellen“, so Machentanz.

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