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Medienmitteilung - Aktion des Nachhaltigkeitsbüros der LHH zum "Dicke-Pulli-Tag! ist armenfeindlich und verschleiert das wahre Problem

Am 6. Februar wurde der sog. „Dicke-Pulli-Tag“ begangenen, was die Stadtverwaltung dazu veranlasste, auf ihrem Instagramaccount den Slogan „Heizung aus, Pulli an“ zu verbreiten.

Hierzu erklärt Salim Hemeed, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Rat der Stadt Hannover: „Die Aktion ‚Heizung aus, Pulli an‘ strotzt nur so vor Ignoranz! Während auch in Hannover immer mehr Menschen nicht wissen, wie sie zusätzlich zu den horrenden Mieten auch noch die rasant steigenden Energiekosten bezahlen sollen, wird durch diesen Spruch das globale Problem des Klimawandels auf den individuellen Konsum normaler Menschen abgewälzt. Völlig unbeachtet bleibt dabei, dass die wirtschaftlich stärksten auch den größten CO2-Austoß haben und, dass viele Menschen jetzt schon nicht wissen, wie sie Energiekosten und gesunde Lebensmittel gleichzeitig finanzieren sollen! Diese Probleme einfach mit ‚Pulli an‘ zu beantworten ist Sozialdarwinismus a la Thilo Sarrazin! Wir brauchen eine Klimapolitik, die insbesondere sozial schwache Menschen mitnimmt, statt ihnen vor den Kopf zu stoßen.“

Lea Sankowske, umweltpolitische Sprecherin der Linken im Rat der Stadt Hannover ergänzt: „Wer wirklich etwas für Umwelt und Klima tun will, muss gesellschaftliche Strukturen und politische Regeln verändern, statt den individuellen Konsum normaler Menschen zu kritisieren. Statt sich ernsthaft mit dem Thema Klimawandel zu befassen, wollen einige offensichtlich lieber, dass die Bürger*innen im Winter frieren. Das ist blanker Populismus, der mit Klimaschutz nichts zu tun hat!“

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Verwandte Links

  1. Link zur "Aktion" Dicker-Pulli-Tag auf www.hannover.de