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Medienmitteilung - Ausbleibender Warnton als Sinnbild für marode öffentliche Infrastruktur!

Der gestrige bundesweite Warntag war von Pannen gekennzeichnet. Auch in der Region Hannover war größtenteils um Punkt 11 Uhr kein Warnsignal zu hören. Der Warntag sollte zeigen, ob im Ernstfall die Systeme funktionieren, um die Bevölkerung rechtzeitig auf Gefahr aufmerksam zu machen. In der Region Hannover gibt es keine herkömmlichen Sirenen mehr. Diese wurden zumeist in den Neunzigerjahren abgebaut. Die zentrale Warn-App Nina vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe funktionierte um 11 Uhr nicht. Das modulare Warnsystem, auf dem die App basiert, war zusammengebrochen. Auch im NDR gab es keine Testwarnung, wie vorab vorgesehen.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE): „Der mit viel Chaos verbundene ausbleibende Warnton ist das Sinnbild für die marode öffentliche Infrastruktur von heute. SPD, CDU, FDP und die Bündnisgrünen haben mit ihrer Politik den Grundstein für den Abbau öffentlicher Daseinsvorsorge gelegt, da diese in die Hände privater Firmen gelangt ist. Die Solidarität innerhalb der Gesellschaft existiert dadurch nur noch bedingt. Ich bin mehr als irritiert bei der Vorstellung, dass sich die Bevölkerung im Ernstfall auf die elektronisch gesteuerten Warnsysteme des Bundes und Landes verlassen soll.“

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