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Medienmitteilung: „Autokratischer Stil von OB Schostok für Bewerbung als Kulturhauptstadt nicht förderlich“- Kritik an undemokratischen Entscheidungsprozessen und am Umgang mit Dezernent Härke

Oberbürgermeister Stefan Schostok macht in einem aktuellen Interview der hannoverschen Neuen Presse (1.02.2018) deutlich, dass er höchstselbst die laufende Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 angehen will. Das sozialdemokratische Stadtoberhaupt sieht den von ihm verantworteten 25-Seiten-Verwaltungsentwurf zur Kulturhauptstadtbewerbung als Anfang. Wie aber der genaue Fahrplan bis zur Fertigstellung der Bewerbung im Frühjahr 2019 aussieht, bleibt im Dunkeln.

Nicht durch eine Ratsdrucksache, sondern durch die Presseberichterstattung wird zugleich bekannt, dass Verwaltungschef Schostok über die Reservierung eines Grundstückes am Hohen Ufer für die Schaffung eines Konzertsaales nachdenkt. Dieser soll das musikalische Angebot zur Kulturhauptstadtbewerbung untermauern und verbessern. „Obwohl in den letzten Ratssitzungen heftige Kritik an Alleingängen des Oberbürgermeisters geübt worden ist, scheint Herr Schostok bei der Kulturhauptstadtbewerbung einen autokratischen Führungsstil fortsetzen zu wollen“, kritisiert Dirk Machentanz, Vorsitzender der Ratsgruppe LINKE & PIRATEN. „Wie kommt Hannovers Oberbürgermeister eigentlich dazu, ohne Einbindung der zuständigen Gremien am Hohen Ufer ein Grundstück für einen Konzertsaal reservieren zu wollen“, fragt LINKEN-Politiker Machentanz, zugleich baupolitischer Sprecher der Ratsgruppe, „obwohl in der Landeshauptstadt dringend mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt wird?“ 

Auch der stellvertretende Gruppenvorsitzende Bruno Adam Wolf (PIRATEN) sieht demokratische Entscheidungsprozesse rund um die Kulturhauptstadtbewerbung als nicht hinreichend gegeben an: „Weder der an sich zuständige Kulturdezernent Harald Härke noch alle zuständigen oder teilzuständigen Ratsgremien werden derzeit angemessen in das Bewerbungsverfahren eingebunden. Es fehlt an der für eine erfolgreiche Bewerbung zur Kulturhauptstadt notwendigen Offenheit und Transparenz.“

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