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Medienmitteilung - Bekannter Obdachloser aus der List nach mehr als zwanzig Jahren Leben auf der Straße verstorben! Leerstehende Hotels endlich für obdachlose Menschen öffnen!

Ein seit mehr als 20 Jahren in der List lebender obdachloser Mensch ist nun verstorben. Er lebte rund um den Lister Platz und sorgte für zahlreiche Berichterstattung in der hiesigen Presse. Die Ombudsstelle für Obdachlose StiDU e.V. Stimme der Ungehörten hat in diesem traurigen Zusammenhang gepostet, dass der Verstorbene Hilfe stets ablehnte, diese Art des Lebens aber sein Leben gewesen war und das zu respektieren ist. Gleichzeitig hat sich StiDU bereits im letzten Herbst in einer Petition für die Forderung ausgesprochen, die auch unsere Forderung ist, nämlich leerstehende Hotels endlich für obdachlose Menschen zu öffnen. Die Unterbringung in Hotels wäre demnach nicht teurer als in einer Massenunterkunft, außerdem würden die Hotels und auch die Stadtverwaltung Einnahmen durch Zimmervermietungen und durch die Gewerbesteuer generieren.

Dazu der Sozialpolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE): „Es ist traurig, dass der obdachlose Mensch aus der List verstorben ist. Er ist einer von Vielen, die noch folgen werden, wenn sich die Politik und die Stadtverwaltung nicht endlich bewegen, und die Unterbringung in leerstehenden Hotels veranlassen. Neben der Kälte ist das Infektionsrisiko durch die Corona-Pandemie in Massenunterkünften einfach zu hoch, zumal diese auch in der Art der Unterbringung nicht den menschenwürdigen Standards entsprechen. Ich verweise in diesem Zusammenhang noch mal auf unseren Antrag zu Mindeststandards für Obdachlose!“

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