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Medienmitteilung - CO2-Steuer nicht auf dem Rücken der Bürger*innen erheben! Konzerne sollen als Hauptverursacher*innen zahlen!

Seit dem ersten April 2021 schlägt die Enercity AG als größter hannoverscher Energielieferant die CO2-Abgabe für fossile Brennstoffe auf ihren Erdgaspreis auf. Somit hat sich durchschnittlich die Kilowattstunde Strom für Haushaltskunden um circa 0,55 Cent brutto verteuert. Wir sind der Meinung, dass die großen Konzerne als Hauptverursacher*innen des CO2 Ausstoßes zur Kasse gebeten werden sollten und nicht die Hauptlast auf dem Rücken der Bürger*innen ausgetragen werden soll. Durch die Einführung der Steuer hat ein Durchschnittshaushalt am Ende der Stromperiode mit Nachzahlungen zwischen 150 und 200 Euro zu rechnen. Das ist viel, wenn sich vor Augen geführt wird, dass viele Haushalte mit einem monatlichen Einkommen unterhalb des Durchschnitts wirtschaften müssen. Konzerne wie BASF sind allein mit einem Prozent an den Gesamtausstößen von CO2 beteiligt. Die 100 größten Konzerne sind es mit bis zu 70%.

„Die CO2 Steuer ist richtig, die Zeche darf jedoch nicht zum größten Teil von hannoverschen Bürger*innen gezahlt werden. Ungefähr ein Drittel aller privaten Haushalte wirtschaftet laut der Bundeszentrale für politische Bildung monatlich mit weniger als 1.500 Euro brutto. Wir sind daher für eine komplette Übernahme der Steuer durch die Konzerne, welche die Hauptverursacher*innen für den CO2 Ausstoß sind“, so der Sozialpolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

 

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