Zum Hauptinhalt springen

Medienmitteilung - Lagebericht Radverkehr von der Polizei in Teilen unseriös! Radwegenetz muss endlich weiter ausgebaut werden!

Der von der Polizei Hannover veröffentlichte Lagebericht zum Radverkehr scheint ausschließlich zu Lasten des Verhaltens von Radfahrer*innen zu gehen. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) kritisiert laut der Neuen Presse vom 21.08.21 den Bericht als „absolut unseriös.“ Von 2.616 Unfällen sind gerade mal 560 dokumentiert, wovon 133 Unfälle auf das Benutzen der falschen Fahrbahnseite zurückzuführen sind. Das macht gerade mal fünf Prozent aus, wird aber in der Statistik des Lageberichts als zweithäufigste Unfallursache bei Radfahrer*innen dargestellt. Es wird weiterhin versucht, die Hauptschuld für verunglückte Zweiradfahrer*innen nahezu ausschließlich bei diesen selbst auszumachen. Das macht laut ADFC den Hauptzweifel an der Verwertbarkeit des Lageberichts der Polizei aus.

„Wir begrüßen die konstruktive Kritik des ADFC am zweifelhaften Lagebericht der Polizei. Vielmehr muss bei steigender Anzahl von Radfahrer*innen das Radwegenetz endlich ausgebaut werden, damit die nötige Infrastruktur für den Radverkehr geschaffen wird. Für den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den ÖPNV und auf den Radverkehr müssen demnach auch die Anreize und Voraussetzungen geschaffen werden“, so der Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

„Ich bin selbst begeisterter Radfahrer. Ich habe mich daher schon lange für ein intaktes Zweiwegenetz in meinem Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld für Radfahrer*innen ausgesprochen. Wenn Hannover klimaneutral werden möchte, muss jetzt der Ausbau weiter vonstattengehen“, so der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld und Kandidat für den Rat der Stadt Hannover, Karsten Plotzki (DIE LINKE).

Dateien