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Medienmitteilung - Millionengrab Feuerwehrleitstelle Weidendamm in Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes! Mehrzahlungen hätten für Beseitigung der Obdachlosigkeit verwendet werden können!

In seinem am 27.10.2020 vorgestellten Schwarzbuch der Steuersünden hat der Bund der Steuerzahler in Niedersachsen zwölf Fälle von besonderer Tragweite aufgenommen und vorgestellt. Darunter befindet sich an vorderster Stelle der Bau der neuen Feuerwehrleitstelle am Weidendamm. Das umstrittene in öffentlich privater Partnerschaft (ÖPP-Modell) entstandene Gebäude gilt als Millionengrab. Der Streit zwischen der Landeshauptstadt Hannover und der ausführenden Baufirma Züblin hat Mehrkosten verursacht, von deren Höhe problemlos Wohnraum für obdachlose Menschen in der Stadt hätte geschaffen werden können. Finanzdezernent Axel von der Ohe (SPD) erinnert einerseits daran, dass vor der Verabschiedung des Doppelhaushalts pandemiebedingt immens eingespart werden müsse, an dieser Stelle wurden allerdings Millionenbeträge verpulvert!

„Es ist schon interessant, wie fahrlässig am Beispiel des von uns abgelehnten ÖPP-Modells Feuerwehrleitstellte Weidendamm mit zusätzlichen Millionensummen hantiert wurde, mit denen problemlos zahlreiche Wohnungen und Housing-First Projekte hätten verwirklicht werden können, um die Obdachlosigkeit in Hannover zu beseitigen! 17 Millionen Euro Mehrkosten durch den zwischen der Stadt und der ausführenden Baufirma geführten Vergleichsstreit sind kein Pappenstiel. Mit Stand vom Dezember 2017 hätte die Feuerwehrleitstelle ursprünglich 54,5 Millionen Euro gekostet. Fehlplanungen und ein unrentables ÖPP-Projekt tragen hier leider die Früchte, davor haben wir immer gewarnt“, so Dirk Machentanz (DIE LINKE), Sozialpolitiker und Fraktionsvorsitzender.

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