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Medienmitteilung - Obdachlosigkeit abschaffen! Angebot der bestehenden Obdachlosenunterkünfte reicht zu Corona-Bedingungen nicht aus!

Aktivist*innen haben jetzt auf rund 3000 Plakaten in 19 Stadtteilen angekündigt, Häuser notfalls zu besetzen und diese obdachlosen Bürger*innen zur Verfügung zu stellen, falls es die Landeshauptstadt Hannover bis Ende November 2020 nicht schaffen sollte, bessere und menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten für obdachlose Menschen zu schaffen. Vorausgegangen war unter anderem ein Streit um die Ausquartierung von 17 Menschen aus dem Naturfreundehaus in Hannover und eine Verweisung dieser an die bestehenden Obdachlosenunterkünfte. Circa 4000 wohnungslose Menschen gibt es in Hannover, die Dunkelziffer liegt zumeist höher.

Dazu der Sozialpolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE):

„Wir sind jetzt in Sachen Geduld am Ende der Fahnenstange angekommen. In den bestehenden Unterkünften soll Berichten zufolge häufig ein Leben unter menschenwürdigen Bedingungen kaum möglich sein. Weder die nötige Intimsphäre, noch ein eigener Schlüssel und Briefkasten gehören zum Repertoire der Unterkünfte.

Auch die Hygienebedingungen unter der Corona-Pandemie lassen Zweifel aufkommen, wenn unter anderem von großen Gemeinschaftsschlafsälen berichtet wird. Die Landeshauptstadt muss jetzt einlenken und menschenwürdige Unterkünfte in nicht genutzten Hotels zur Verfügung stellen. Die Stadt sollte eher Eigentümer*innen leerstehenden Wohnraumes, unter Berücksichtigung des Grundgesetzes, enteignen!“

 

 

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