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Medienmitteilung: Ratsgruppe LINKE & PIRATEN: Differenzierte Meinungen zur Planung eines weiteren Gymnasiums

Innerhalb der Schulentwicklungsplanung steht in Hannover die Schaffung eines 18. Gymnasiums im heutigen Schul- und Bildungsausschuss (26.09.2018) zur Entscheidung. Laut Drs. 1312/2018 liegt die Gesamtzahl von gymnasialen Schulplätzen aus allen 17 Gymnasien in Hannover bei 2160. Nach dem aktuellen Schulentwicklungsplan steige jedoch die Nachfrage nach freien Plätzen an Gymnasien kontinuierlich, was laut Verwaltungs-Drucksache die Schaffung eines weiteren Gymnasiums notwendig mache.

Bruno Adam Wolf (PIRATEN), schulpolitischer Sprecher und stv. Vorsitzender der Ratsgruppe, befürwortet den Änderungsantrag der Lehrkräfte (Drs. 2175/2018), als Modell eine „Schule der Kulturhauptstadt“ mit wissenschaftlicher Begleitung zu planen. Auch eine weitere Integrierte Gesamtschule (IGS) kommt für ihn in Betracht. Als Pragmatiker kann er sich aktuell aber auch die Schaffung eines weiteren Gymnasiums für Hannover vorstellen: „2.160 gymnasiale Schulplätze für Hannover reichen leider bei weitem nicht aus, um dem steigenden Nachfragebedarf in diesem Segment gerecht zu werden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Schülerinnen und Schüler den Wunsch nach einem Platz an einem Gymnasium haben. Auch der Elternwille verläuft hier mehrheitlich in die Richtung, die gymnasiale Infrastruktur weiter auszubauen.“

Dirk Machentanz (DIE LINKE), Gruppenvorsitzende und baupolitischer Sprecher der Ratsgruppe, vertritt eine teils andere Position: „Als Ratspolitiker der LINKEN sehen wir den Bau eines weiteren Gymnasiums in Hannover nicht als notwendig an. Alternativ sollte eine weitere Gesamtschule für Hannover entstehen, an der klassenübergreifende Bildung für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer Herkunft, gelehrt werden kann. Der Elternwille wäre mehr auf den Ausbau des Netzes von integrativen Gesamtschulen fixiert, würden diese besser ausgestattet. Eine weitere IGS wäre ein Gegenstück zu einem antiquierten, selektiven und unsozialen Bildungssystem.“ Und weiter: „Auch der Elternwille geht nicht nur einseitig in die Schaffung eines 18. Gymnasiums, sondern ebenso in die Richtung einer Laborschule, die einen Übergang zu einer sozialen, lernintensiven und klassenlosen Schulform darstellt. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützt diese Variante.“

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