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Medienmitteilung - Ratsgruppe LINKE UND PIRATEN: Drucksache zum Familienmonitoring geschönt! 50% Alleinerziehende leben prekär!

 

 

In der aktuellen Sitzung des Gleichstellungsausschusses (03.02.2020) wurde die Informationsdrucksache Nr. 0028/2020 mit 1 Anlage zum Familienmonitoring 2018/2019 zur momentanen wirtschaftlichen und sozialen Situation von Familien in Hannover vorgestellt und zur Kenntnis genommen. Die Ampelkoalition im Rat (SPD/BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)/FDP) hat sich für diese doch eher geschmeichelte Statistik gefeiert, während nachweislich 50% der alleinerziehenden Elternteile in angespannten bis prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben! 50% der Familien haben einen internationalen kulturellen Hintergrund. Es wird ferner von einem leichten Rückgang bei der Familienarmut berichtet, harte Fakten bleiben allerdings aus!

 

Dazu der gleichstellungspolitische Sprecher der Ratsgruppe Bruno Adam Wolf (PIRATEN): „Da laut der Statistik zum Familienmonitoring mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt leben, als je zuvor, werden auch immer mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder benötigt, daran herrscht immer noch Mangel. Ein Viertel der Jugendlichen und Kinder sind außerdem in Hannover von Armut betroffen, da allein mehr als die Hälfte der alleinerziehenden Elternteile in relativer bis akuter Armut leben, das drückt die aktuelle Statistik leider nicht hinreichend aus. Hier muss die Politik nachbessern und für eine verbesserte Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur sorgen, um insbesondere alleinerziehende Eltern zeitlich zu entlasten! Die von der Ampelkoalition gefeierte Statistik bietet eher Grund zur Besorgnis als zur Freude! Stattdessen wird Hannover internationaler und bunter, was diese Stadt lebenswerter macht, worauf die Stadtgesellschaft stolz sein kann.“

 

 

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