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Medienmitteilung - Sprachkosmetik ersetzt keine sozialen Kämpfe: Für kostenlosen ÖPNV!

Über den Begriff des „Schwarzfahrens“ ist eine kontroverse Debatte entbrannt. Die Üstra möchte den Begriff aus ihrem Sprachgebrauch tilgen und diesen in Zukunft durch die Bezeichnung „Fahren ohne Fahrschein oder Fahrausweis“ ausnahmslos ersetzten. Der renommierte Linguist und Sprachwissenschaftler am germanistischen Seminar der Leibniz Universität, Peter Schlobinski, sieht den Begriff des „Schwarzfahrens“ nicht als rassistisch konnotiert an. Weder von der Wortgeschichte noch vom Sprachgebrauch ließe sich laut Schlobinski eine rassistische Wortbedeutung begründen. Gleichwohl ist es von Seiten der Üstra wichtig und richtig, keinen Zweifel hinsichtlich korrekt verwendeter Begriffe aufkommen zu lassen. Neben der kontroversen Debatte um den Begriff des „Schwarzfahrens“ sollte jedoch nicht das Hauptanliegen vergessen werden, nämlich der kostenlose ÖPNV. Die LINKE fordert den kostenlosen ÖPNV im Kommunalwahlprogramm und hat schon lange dafür gekämpft. In erster Instanz sollte weiter für ein 365 Euro Ticket geworben werden, um einen Anreiz zu schaffen, auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. Das wäre auch ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

„Ich begrüße die kontroverse Debatte um die richtige Verwendung eines Begriffes, der das Fahren ohne Fahrschein ausdrückt. Ich befürworte die kurzfristige Einführung eines 365 Euro Tickets, langfristig bin ich für die Einführung des kostenlosen öffentlichen Personennahverkehrs, und teile damit die Forderung meiner Partei“, so der Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

 

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