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Medienmitteilung - Wasserstadt Limmer: Mehr Mieter*innenschutz! Flächen beim nächsten Bauabschnitt an nichtkommerzielle Organisationen vergeben!

Die gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Woge Nordstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wohnungen aufzukaufen, um Mieter*innen vor unverhältnismäßigen Preissteigerungen zu schützen. So liegt bei der Woge die Durchschnittskaltmiete bei 5.20 Euro pro Quadratmeter, während der Preis bei der Angebotsmiete schon bei 8,46 Euro liegt. In 14 Fällen ist das bisher zwar erst einmal gelungen, aber die Methode nimmt Fahrt auf. Neben der Woge Nordstadt verwalten noch die Selbsthilfe Linden sowie die Johann-Jobst-Wagenersche-Stiftung bis zu 660 Wohnungen nach diesem Prinzip. Langfristig würden die Organisationen über Erbpachtverträge die Immobilien übernehmen und so bezahlbaren Wohnraum langfristig erhalten. Gemeinsam fordern die Stiftungen, das neue Bundesbaurecht anzuwenden. Das sogenannte Baulandmobilisierungsgesetz schützt Mieter*innen vor unnötiger Umwandlung von Wohnungen in teure Eigentumswohnungen. Die Kommunen können dadurch von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, wenn Mehrfamilienhäuser verkauft werden sollen. Dieses Prinzip bietet sich jetzt auch beim nächsten Bauabschnitt der Wasserstadt Limmer an, dort zugunsten von mehr bezahlbarem Wohnraum angewendet zu werden.

„Wir fordern bei der Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts bei der Wasserstadt Limmer, Wohnraumflächen an nicht kommerzielle Organisationen zu übergeben, um auch dort mehr bezahlbaren Wohnraum mit bis zu 40% unter der Angebotsmiete anbieten zu können. Diese Stadt benötigt den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor, um der sinkenden Anzahl von Belegrechtwohnungen entgegenzutreten. Gerade bei der Wasserstadt ist der bisher ins Auge gefasste Anteil bezahlbarer Wohnungen mit zwischen 12 und 20% deutlich zu gering“, so der baupolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

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