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Medienmitteilung - Wohnungsmarkt: Lage dramatischer, als vorhergesagt!

Die Schriften zur Stadtentwicklung 137, Wohnungsmarktbeobachtung in der Landeshauptstadt Hannover 2019 bringen leider, wenn auch ungewollt, das Dilemma der Wohnungsmarktsituation in Hannover auf den Punkt. Während es im Jahr 1997 noch 31.604 Belegrechtswohnungen in der Stadt gab, sind es im Jahr 2020 nur noch 19.694. Das entspricht gerade mal 6,6% des Gesamtwohnungsbestandes stadtweit. Während es in diesem Segment vorwiegend 3-Zimmerwohnungen (39%) und 2-Zimmerwohnugen (36%) gibt, herrscht insbesondere Mangel an bezahlbaren Wohnungsbelegrechten im 1-Zimmer- (14%) und 4-Zimmersegment (11%). Die Wohnungsbauoffensive 2016 sollte diesen Mangel beseitigen, trotzdem werden bis 2030 um die 2000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Numerisch müsste bei jedem Wegfall von Belegrechten eine Wohnung mit Sozialbindung neu in der Stadt entstehen, um dem Schwund vorzubeugen. Das ist aber nicht der Fall. Zwischen 1980 und 2030 hätten sich die Belegrechtswohnungen somit mehr als halbiert. Schon 2016 hat die LINKE gefordert, dass mindestens 30% der Wohnungen öffentlich gefördert sein sollen, davon sollen 50% als Belegrechtswohnungen entfallen.

Dazu der Baupolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE): „Wäre unsere Forderung von 2016 sofort nach der damaligen Kommunalwahl umgesetzt worden, würde sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt heute positiver darstellen. 2000 Wohnungen pro Jahr sowie die Kapitaldeckenerhöhung bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft hanova Wohnen müssen daher realisiert werden, um der Knappheit an bezahlbarem Wohnraum mit wirksamen Maßnahmen zu begegnen!“

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