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REDE: Zur Kulturhauptstadtbewerbung 2025 in der Ratssitzung vom 31.05.2018

In der aktuellen Ratssitzung vom 31.05.2018 sprach sich der Gruppenvorsitzende der Ratsgruppe LINKE UND PIRATEN Dirk Machentanz (DIE LINKE) für eine Unterstützung der Kulturhauptstadtbewerbung 2025 unter Einhaltung von bestimmten sozialen Bedingungen und Bewerbungsqualitätskriterien aus.

Die Rede im Volltext:


Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Ratskolleginnen und Ratskollegen,

bereits im November 2017 hatte unser kulturpolitischer Sprecher angeregt, der Kulturhauptstadtbewerbung nur unter gewissen Bedingungen zuzustimmen. Dazu gehörte die soziale Teilhabe auch schlechter gestellter Bürgerinnen und Bürgern, auch auf dem öffentlich geförderten Wohnungsmarkt. Der Bewerbungsprozess sollte transparent sein und alle Bevölkerungsschichten Hannovers mit einbeziehen. Ferner beobachte ich in dem Bewerbungsprozess ein Demokratiedefizit in der Steuerung der Kulturhauptstadtbewerbung. Kulturdezernent Härke hat die Zuständigkeit für die Kulturhauptstadtbewerbung vorerst abgegeben. Wenn es schon im Großen zwischen dem Kulturdezernenten und dem Büroleiter Doktor Herbert nicht funktioniert, wie soll das im Kleinen en Detail funktionieren, wenn ein Rad beim Kulturhauptstadtbewerbungsprozeß ins nächste greifen muss, um eine erfolgreiche Bewerbung zu kreieren.

Ich bin nach wie vor für die Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt 2025, bitte aber um mehr Transparenz, Demokratieverständnis und Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger. Unser kulturpolitischer Sprecher hat im November 2017 dem finanziellen Grundstock für das Kulturbüro zugestimmt, damit das Bidbook, also die erste Handlungsanweisung zur Kulturhauptstadtbewerbung, entstehen konnte.

Das Kulturbüro hat derzeit nur 1,5 volle Stellen, das reicht leider bei weitem nicht aus, um die Kulturhauptstadtbewerbung erfolgreich voranzutreiben. Ich bitte um eine stabilere Personaldecke für das Kulturbüro, um die erfolgreiche Bewerbung Hannovers mit einem optimal ausgestatteten zuständigen Büro zu unterstützen.

Ferner muss klar sein, wer das Heft des Handelns in Sachen Kulturhauptstadtbewerbung in der Hand hält, nur so, unter der vollen Partizipation des Kulturausschusses, eines für die Kulturhauptstadtbewerbung zuständigen Dezernenten und eines funktionierenden Kulturbüros kann es unter Einbeziehung und Erfüllung der von uns eingebrachten und angesprochenen sozialen Voraussetzungen zu einer erfolgreichen Kulturhauptstadtbewerbung kommen, die wir dann auch weiterhin unterstützen werden.

 

Ich danke Ihnen.