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Stadt Hannover erhöht Eintrittspreise für Schwimmbäder – Die Menschen mit den niedrigsten Einkommen müssen es „ausbaden“!

Am Montag (13.11.2017) wird eine erhebliche Erhöhung der Eintrittspreise für hannöversche Schwimmbäder durch die Stadtverwaltung  in den Sportausschuss getragen und soll dort als erstes beschlossen werden.

Bereits letzten Sommer beklagte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG e.V.), dass immer weniger Menschen in Deutschland schwimmen lernen. „Um Todesfälle zu vermeiden, muss schwimmen früh gelernt und regelmäßig geübt werden, denn nur so erlangt man Sicherheit“, meint der Bäderbeauftragte der Ratsgruppe LINKE & PIRATEN, Ratsherr Bruno Adam Wolf. „Es reicht nicht aus, irgendwann mal einen Schwimmkurs zu belegen.“

Die hannöverschen Bäder sind teilweise geschlossen oder in erbarmungswürdigem Zustand. Trotzdem will die Stadt ab Januar 2018 die Preise der städtischen Schwimmbäder erhöhen, statt erstmal das Angebot zu verbessern. Deshalb fordert die Ratsgruppe LINKE & PIRATEN in einem Änderungsantrag (Drs. 2750/2017), eventuelle Erhöhungen frühestens nach erfolgreicher Beendigung der Baumaßnahmen für das Fössebad und das Misburger Bad vorzunehmen.

Die Verwaltung verweist zwar auf gestiegene Kosten seit 2010, als das letzte Mal die Preise erhöht wurden, und sie möchte auch Spiel- und Schwimmgeräte anschaffen. „Doch mit bis zu 45% Preissteigerungen“, erklärt der sportpolitische Sprecher der Ratsgruppe LINKE & PIRATEN Andre Zingler, „ist es an der Zeit, sich über alternative Finanzierungsformen Gedanken zu machen, anstatt einfach immer nur noch mehr aus den Einwohnern zu pressen.“

Die geplanten Preissteigerungen treffen wieder einmal die Ärmsten der Gesellschaft. Um hier eine Bremse einzuziehen, beantragt die Ratsgruppe LINKE & PIRATEN im Weiteren,  zumindest den Kreis der Ermäßigungsberechtigten von Erhöhungen auszunehmen. Damit insbesondere Sozial- und Transferleistungsempfängern, Niedrigverdienern und Familien mit Kindern der Besuch der hannöverschen Schwimmbäder weiterhin möglich bleibt.

„Zudem müssen Kollegschüler in den Kreis der Ermäßigungsberechtigten aufgenommen werden“, fordert Ratsherr Wolf (PIRATEN). „Es widerspricht dem Gedanken der Gleichbehandlung, wenn diese Gruppe, die finanziell keineswegs auf Rosen gebettet ist, als einzige keine Schüler-Ermäßigung erhält“, erklärt Wolf, der auch Vorsitzender des Schul- und Bildungsausschusses des Rates der Landeshauptstadt Hannover ist.

 

Für Rückfragen

Bruno Adam Wolf: Mobil 017656941551- Mail: sailorwolff@gmail.com
Andre Zingler: Mobil  01793936536 - Mail: A.Zingler@uni.de

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