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Statistiken zu Wohnungsneubau in Hannover zeigen dringenden Handlungsbedarf auf

Die Gruppe LINKE & PIRATEN im Rat der Stadt Hannover sieht sich durch den jetzt vorgestellten Städtevergleich zur Wohnungsbautätigkeit auf traurige Weise bestätigt. Hannover liegt beim Wert der in 2017 fertiggestellten Wohnungen mit 2,1 pro 1000 Einwohner*innen auf dem drittletzten Platz der 15 verglichenen Großstädte und die bekannt desolate Lage im Bauamt führte im selben Jahr zum vorletzten Platz bei der Erteilung von Baugenehmigungen (1,8 pro 1000 Einwohner*innen).

Hierzu kommentiert Dirk Machentanz, Vorsitzender und baupolitischer Sprecher der Ratsgruppe: „Wir haben im Juni einen Antrag in die Ratsgremien eingebracht, der die Verwaltung auffordert, die bestehende ‚Wohnungsbauoffensive 2016‘ durch ein weiteres, mit der Wohnungswirtschaft zu verhandelndes Wohnungsbauprogramm zu ergänzen. Um den deutlichen Rückstand bei Wohnungsfertigstellungen schrittweise aufzuholen, muss das Ziel der Stadt die Fertigstellung von zukünftig 3000 Wohneinheiten pro Jahr sein. Ein besonderer Fokus soll dabei auf kleineren und günstigen Single-Wohnungen liegen, da hier der Mangel besonders groß ist, wie auch die jüngsten Zahlen wieder bestätigen. Um die Bezahlbarkeit der Wohnungen zu sichern ist nach unserem Vorschlag zudem eine Sozialwohnraumquote von mindestens 35% der Wohnungen zu erzielen.“

Da der Antrag im Juni von der SPD zunächst zur Beratung ‚in die Fraktion gezogen‘ wurde, wird er nach den Sommerferien in den Gremien behandelt werden.

„Wir hoffen, dass die heute bekannt gewordenen Statistiken den Ratskolleginnen und -kollegen nochmals den dringenden Handlungsbedarf deutlich gemacht haben und hoffen auf Zustimmung zu unserem Antrag“ so Machentanz abschließend.

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