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Straßenumbenennungen weiter, wenn nötig, durchführen!

Zur kontroversen Diskussion um Straßenumbenennungen in der Neuen Presse vom 02.02.2022.

„Wir haben als Die LINKE in der Südstadt bereits 2011 einen Antrag auf Bezirksratsebene zur Straßenumbenennung der Sohnreystraße gestellt. Das scheiterte aber leider an der damaligen Verzögerungshaltung der Südstädter SPD. Erst 2016 gelang die Umbenennung aufgrund des von uns ursprünglich angeschobenen Antrags zusammen mit der SPD, den Bündnisgrünen und der FDP (Drs.Nr: 15-0505/2016).

Entgegen der heutigen Äußerungen der SPD haben wir, beziehungsweise ich als damaliger Bezirksratsherr zuerst die Umbenennung der Straße gefordert! Die Umbenennung war notwendig, da es sich bei Heinrich Sohnrey um einen rassistisch angehauchten Heimatdichter handelte, der schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten und während der Zeit zwischen 1933-1945 mit seinen Schriften der Verbreitung und Verfestigung rassistischen Gedankengutes Vorschub leistete, das gilt insbesondere für seine während des zweiten Weltkriegs veröffentlichten Propagandaschrift „Landflucht ist Volkstod“. 

Lola Fischel ist dagegen eine würdevolle Namenspatronin für die Straße, sie überlebte als von den Nationalsozialisten verfolgte Jüdin das Warschauer Ghetto und das faschistische Vernichtungslager Auschwitz. Eine Erklärungstafel sorgt vor Ort für Aufklärung. „Straßenumbenennungen sollten daher weiterhin durchgeführt werden, wenn das aufgrund von wissenschaftlichen Expertisen notwendig erscheint. Die Straßenumbenennung in der Südstadt ist das beste Beispiel dafür“, so der Kulturpolitiker Andre Zingler (DIE LINKE).

 

 

 

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